Baufolie richtig waehlen: B1, LDPE, Staerke erklaert

Baufolie ist nicht gleich Baufolie. Wer auf der Baustelle mit falschen Folien arbeitet, riskiert Schaeden und bei bestimmten Projekten Verstoesse gegen Brandschutzauflagen. Dieser Ratgeber erklaert die wichtigsten Unterschiede.

Was bedeutet B1?

B1 steht fuer schwer entflammbar nach der deutschen Baustoffnorm. Folien mit dieser Klassifizierung duerfen auf Baustellen eingesetzt werden, fuer die Brandschutzauflagen gelten - zum Beispiel in oeffentlichen Gebaeuden, auf Grossbaustellen oder in der Naehe von Heizkoerpern und elektrischen Anlagen.

Wann reicht normale LDPE-Baufolie?

Fuer viele Standardanwendungen - Abdecken von Boeden und Moebeln, Schutz bei Malerarbeiten, temporaere Feuchtigkeitssperren - ist normale LDPE-Folie voellig ausreichend und deutlich guenstiger. Wichtig ist hier vor allem die richtige Staerke.

Die richtige Staerke waehlen

  • 30-50 my: Leichte Einwegfolie fuer kurzfristiges Abdecken und Renovierung
  • 100-200 my: Robustere Folie fuer laengere Baumassnahmen und Dampfsperren
  • 200 my und staerker: Fuer Industrieanwendungen mit hoher mechanischer Beanspruchung

Schlauchfolie vs. Flachfolie

Schlauchfolien lassen sich schnell um Rohre, Saeulen und Profile legen ohne Naht - ideal fuer Werften und Industrieanlagen. Flachfolien auf Rolle sind flexibler einsetzbar und einfacher zuzuschneiden.

Faustregeln fuer die Bestellung

Oeffentliche Gebaeude, Schulen, Krankenhaeuser: immer B1. Private Renovierung ohne besondere Auflagen: Standard-LDPE reicht. Im Zweifel lieber B1 bestellen - der Aufpreis ist gering, die Sicherheit hoch.

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